Artisti per Frescobaldi
Artisti per Frescobaldi
Das Projekt

Ludovico Pratesi , Kurator, lädt jedes Jahr drei Künstler eine der sechs Siegel aus der Familie Frescobaldi in der Toskana zu interpretieren.

Der Preis Artisti Per Frescobaldi     

Artisti per Frescobaldi ist ein Preis für zeitgenössische Kunst, der jedes Jahr drei jungen Künstlern verliehen wird, die Fotografie und Video als primäre Ausdrucksmittel einsetzen.

Der von Tiziana Frescobaldi ins Leben gerufene Preis steht ganz in der Tradition des Mäzenatentums der Familie Frescobaldi, die sich seit der Renaissance als Kunstsammler betätigt und enge Kontakte mit zahlreichen Künstlern ersten Ranges pflegt. Artisti per Frescobaldi läutet ein neues Kapitel in der Beziehung der Familie zur Kunst ein.

Der wissenschaftliche Kurator Ludovico Pratesi lädt jedes Jahr drei Künstler dazu ein, eines der sechs Weingüter von Marchesi de‘ Frescobaldi in der Toskana künstlerisch darzustellen.

Zum Schluss werden die drei Werke von einer Expertenjury bewertet, die anschließend den Sieger kürt.img_testo_progetto

Der Preis wird jedes Jahr in einem anderen Land vergeben. Bei der ersten Ausgabe des Preises waren drei Künstler aus Italien involviert. Im darauf folgenden Jahr in Deutschland werden zwei deutsche und ein italienischer Künstler gegeneinander antreten.

Eine weitere Herausforderung für die drei Künstler besteht darin, Etiketten für eine limitierte Magnum-Sonderauflage des besten Weins jenes Weinguts zu entwerfen, das im Mittelpunkt der jeweiligen Ausgabe des Preises steht.

Ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf der Sonderauflage kommt der zeitgenössischen Kunst in Italien zu Gute.

Mäzenatentum     

Schon in der Renaissance vergab die Familie Frescobaldi Aufträge an bedeutende Künstler wie Filippo Brunelleschi und Donatello, wie im Buch „I Frescobaldi, una famiglia fiorentina“ (Die Frescobaldi, eine Florentiner Familie) von Dino Frescobaldi und Francesco Solinas nachzulesen ist.

Die Geschichte der Familie Frescobaldi ist eng mit der Geschichte der Stadt Florenz und der Toskana verflochten. Die Frescobaldi, die gute Kontakte zu Donatello, Michelozzo und Artemisia Gentileschi pflegten, waren Bankiers und Kaufleute. Einige Familienmitglieder machten sich jedoch auch als Künstler einen Namen, wie der Dichter und Freund Dantes, Dino Frescobaldi, und Girolamo Frescobaldi, einer der bedeutendsten Komponisten des Barock.

1252 ließ Lamberto Frescobaldi den Ponte Santa Trinità erbauen, um die Piazza Frescobaldi und den Palazzo am anderen Flussufer durch diese Brücke zu verbinden: ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Mitte des 15. Jahrhunderts gab Stoldo Frescobaldi den Bau der Basilica di Santo Spirito auf einem seiner Grundstücke bei Filippo Brunelleschi in Auftrag. Später, Mitte des 17. Jahrhunderts, ließ Bartolomeo Frescobaldi vom berühmtesten Portraitmaler jener Zeit, Lorenzo Lippi, eine Portraitserie der wichtigsten Mitglieder der Familie Frescobaldi anfertigen.

Die Rolle als Mäzen und Förderer zeitgenössischer Kunst ist der Familie bis heute erhalten geblieben: 1985 setzte sich Bona Frescobaldi dafür ein, dass die beiden berühmten Skulpturen von Arnaldo Pomodoro, zwei hohe Messingtürme, nach Abschluss der Ausstellung im Forte Belvedere in Florenz blieben und 10 Jahre lang im Garten des Palazzo Frescobaldi ausgestellt wurden.

2011 wurde der neue Weinkeller des Weinguts Tenuta dell’Ammiraglia in der Maremma eröffnet. Das minimalistisch gehaltene Werk mit rationaler Linienführung der Architekten Pietro Sartogo und Nathalie Grenon fügt sich harmonisch in die natürliche Umgebung ein.

Künstlerische Direktorin
Tiziana
Frescobaldi

Tiziana Frescobaldi, die ein Studium in moderner Philologie abgeschlossen hat, arbeitet mit diversen Zeitungen in den Bereichen Kunst, Tourismus und Önogastronomie zusammen. Seit 1993 widmet sie sich vollständig ihren Aufgaben als Kommunikations- und Imagebeauftragte von Marchesi de‘ Frescobaldi. Parallel zu ihrem betrieblichen Engagement gehört seit jeher die Organisation von kulturellen und künstlerischen Events zu ihrem Betätigungsfeld.

Ihre Leidenschaft für Kunst, vor allem zeitgenössische, hat sie 2012 dazu veranlasst, diesen Preis ins Leben zu rufen, der einerseits eng an die Geschichte der Familie anknüpft, die sich durch die Jahrhunderte als Auftraggeber und Mäzen bedeutender Künstler einen Namen gemacht hat, und andererseits die fruchtbare Beziehung zwischen Wein und Kunst fördert.

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Ludovico
Pratesi
Kurator

Ludovico Pratesi wurde 1961 in Rom geboren und begann nach einem Studienabschluss in moderner Kunstgeschichte seine Karriere im Bereich der zeitgenössischen Kunst als künstlerischer Direktor an öffentlichen Museen und Privatstiftungen. Seit 2001 ist er u. a. künstlerischer Direktor des Centro Arti Visive Pescheria der Gemeinde Pesaro, des Palazzo Fabroni in Pistoia und der Stiftung Guastalla. Darüber hinaus war er Vorstandsmitglied der Stiftung Quadriennale di Roma und Mitglied des Jubiläumsausschusses.

Seit 1989 ist er im Auftrag von öffentlichen Museen und Privatgalerien als Kurator für Ausstellungen, Tagungen und Veranstaltungen im Bereich der zeitgenössischen Kunst tätig, die primär auf junge italienische und internationale Künstler ausgerichtet sind. Seit 1985 arbeitet er als Kunstkritiker mit verschiedenen Tageszeitungen und Zeitschriften zusammen (La Repubblica, Venerdì, Affari e Finanza, Panorama, L’Espresso, Le Monde).

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