Artisti per Frescobaldi
Artisti per Frescobaldi
Ausgabe 2013

John Ozzola , Elisa Sighicelli und Martin Ra Sie interpretierten das Weingut CastelGiocondo

Ausgabe

Im Mittelpunkt der ersten Ausgabe des Preises in Italien stand das Weingut Castelgiocondo in Montalcino, wo Marchesi de‘ Frescobaldi den gleichnamigen Brunello erzeugt. Den drei ausgewählten Künstlern, Giovanni Ozzola, Elisa Sighicelli und Rä di Martino, wurde die Aufgabe gestellt, ein vom Weingut Castelgiocondo inspiriertes Kunstwerk zu schaffen. Im Februar 2013 verlieh die aus drei italienischen Museumsdirektoren bestehende Jury den Preis an Elisa Sighicelli.

Auf der Weinfachmesse Vinitaly im März wurde die limitierte Magnum-Sonderauflage des Castelgiocondo Brunello vorgestellt, deren Etiketten von den drei Künstlern in Anlehnung an ihre Werke kreiert wurden.

Weingut

Das Schloss, das im Jahr 1100 auf der Straße vom Hafen von Talamone nach Siena zur Verteidigung errichtet wurde, ist seit 1989 im Besitz der Frescobaldi. Als einer der ersten Erzeuger des Brunello di Montalcino seit Ende des 19. Jahrhunderts ist das Weingut Castelgiocondo die Wiege komplexer und ausgeglichener Weine von großer Struktur.
Das Weingut liegt am südwestlichen Hang von Montalcino auf einer Höhe von 180 bis 400 Metern und erstreckt sich über eine Fläche von 815 Hektar. Die auf Grund der Höhe unterschiedliche Beschaffenheit der Böden sowie das warme, trockene und luftige Klima schaffen die idealen Bedingungen für die Herstellung kräftiger, gut strukturierter Weine mit intensiven Aromen, die sich gleichzeitig durch ihre Ausgewogenheit und Eleganz auszeichnen: Castelgiocondo Brunello di Montalcino Riserva DOCG, Castelgiocondo Brunello di Montalcino DOCG, Campo ai Sassi Rosso di Montalcino DOC und Lamaione IGT.

Artisti per Frescobaldi
RÄ DI
MARTINO

Rä di Martino wurde 1975 in Rom geboren.
Sie lebt und arbeitet in Turin.
Nach vielen Jahren in London, wo sie Kunst studierte und produzierte, zog Rä di Martino nach New York, um sich vorwiegend auf die Kunstform von Film/Video und Fotografie zu konzentrieren. Ihre Produktion ist raffiniert und voll starker visueller Empfindungen und brachte sie generell dazu, sich mit den Mechanismen der Fiktion auseinander zu setzen, insbesondere mit dem Mythos und den Stereotypen der Kinowelt, vom Star System bis zu den großen Maschinen, die von Hollywood bis Cinecittà Träume erzeugen.
Sie gewann im Jahr 2008 den Talent Prize und stellte in verschiedenen privaten und öffentlichen Räumen in Italien und im Ausland aus.

GIOVANNI
OZZOLA

Giovanni Ozzola wurde 1982 in Florenz geboren. Er lebt und arbeitet in Prato und Paris.
Nach einer Reihe von Reisen ließ er sich 2001 wieder in Italien nieder und verfolgt seitdem seinen eigenen künstlerischen Weg, in dessen Mittelpunkt das Licht als Ausdrucksmittel seiner künstlerischen Visionen steht. Im Zentrum seiner Arbeit steht sein Interesse für den dreidimensionalen Raum und das Licht, anhand derer er die Beziehung zwischen dem Bild als mentale Darstellung und der Wirklichkeit untersucht.
Der Sieger des Premio Cairo 2011 stellte seine Werke bereits in verschiedenen privaten und öffentlichen Räumlichkeiten in und außerhalb Italiens aus.

Gewinner der Ausgabe 2013
ELISA
SIGHICELLI

Elisa Sighicelli wurde 1968 in Turin geboren, wo sie lebt und arbeitet.
Sie studierte in London an der Kingston University und an der Slade School. Ihren Erfolg verdankt sie einer speziellen Leuchtkastentechnik, bei der Fotografien auf Plexiglasplatten angebracht und von hinten zum Teil mit Lichtquellen beleuchtet werden, die einige bestimmte Fotoausschnitte hervorheben. Auf diese Weise werden zutiefst geheimnisvolle Bilder mit unterschiedlicher räumlicher Tiefe erzeugt, Atmosphären, in denen die Zeit dazu angehalten scheint, ein Ereignis ohne jegliche menschliche Präsenz herauszugreifen, das potentielle Spuren und Erinnerungen sichtbar macht, während ringsum dunkle Schatten des Unbekannten vorbeiziehen.
Sie hat an zahlreichen renommierten, internationalen Ausstellungen mitgewirkt.
Kürzlich hat ihr die GAM, die Galleria Civica d’Arte Moderna e Contemporanea, in Turin eine Einzelausstellung gewidmet.

Giuria

Die Jury setzt sich aus vier Direktoren von Museen für zeitgenössische Kunst aus . Sie werden die besten Arbeiten auswählen und den Autor mit einem Stipendium Angebot von der Familie Frescobaldi zu belohnen.

Ehrenpräsident Der Jury
ANTONIO
PAOLUCCI

Der Direktor der Vatikanischen Museen war Vorstand des Museenkomplexes Polo Museale Fiorentino. Begann seine Karriere als Führungskraft beim Ministerium für Kulturgut mit 29 Jahren. Er war erst Superintendant in Venedig und in Verona, dann Direktor des Institutes Opificio delle Pietre Dure, später Superintendant des Museumspols in Florenz und Generaldirektor des Ministeriums für Kulturgut in der Toskana. Von Januar 1995 bis Mai 1996 war er Minister für Kulturgüter in der Regierung von Lamberto Dini. Heute ist er Präsident des wissenschaftlichen Ausschusses für Kunstausstellungen der Scuderie der Quirinale, sowie Vizepräsident des Hohen Rates für Kulturgut und Berater des Oberbürgermeisters für die öffentlichen Museen von Florenz. Am 4. Dezember 2007 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Direktor der Vatikanischen Museen ernannt. Paolucci ist nebenbei auch Redakteur der Zeitschriften Paragone und Bollettino d’Arte und war beauftragter Professor an der Universität von Florenz (Fakultät für Literatur und Philosophie) und an der Universität von Siena (Fakultät für Kulturgut).

FRANZISKA
NORI

Direktorin des Kulturzentrums Centro di Cultura Contemporanea Strozzina (Fondazione Palazzo Strozzi, Florenz). Seit März 2007 leitet die Kunsthistorikerin das Kunstprogramm des Zentrums. Sie war Kuratorin von Ausstellungen wie „Sistemi emotivi“ (2007), „Arte, prezzo e valore“ (2008), „Gerhard Richter e la dissolvenza dell’immagine nell’arte contemporanea“, „As Soon As Possible“ (2010), „Identità virtuali“ e „Declining Democracy“ (2011) und von anderen ortspezifischen Installationen im Hof des Palazzo Strozzi von verschiedenen Künstlern wie Michelangelo Pistoletto, Yves Netzhammer, Wang Yu Yang und Loris Cecchini. Sie promovierte in Kulturanthropologie, Romanliteratur und Kunstgeschichte an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt. Von 2000 bis 2003 leitete sie die Abteilung für digitale Kunst „digitalcraft“ am Museum für angewandte Kunst in Frankfurt (MAK), in dem die erste Museumskollektion digitaler Manufakte eingerichtet wurde, wo sie Ausstellungen über Themenbereiche der digitalen Kultur organisierte wie „I Love You“ über die Welt der Hacker und der informatischen Viren, oder „adonnaM.mp3“, eine Analyse des Dateien- und Networksharing im Internet. Von 2005 bis 2007 war sie Mitglied des wissenschaftlichen Ausschusses der New Media International School an der Universität Lübeck. Im Jahr 1998 führte sie für die Europäische Kommission eine Studie über zukunftsgerichtete Strategien der europäischen Museen bei der Arbeit mit kulturellem, digitalem Gut durch. Von 1994 bis 1997 arbeitete sie als unabhängige Kuratorin für moderne und zeitgenössische Kunst für internationale Institute wie die Schirn Kunsthalle in Frankfurt, das Museum für Moderne Kunst in Wien, das Museo Nacional Reina Sofia von Madrid, die Fundación la Caixa a Palma auf Maiorca und war bei der Stiftung Lucio Fontana Kuratorin von drei monografischen Ausstellungen über diesen Künstler.

ANGELA
TECCE

Direktorin von Castel Sant’Elmo der Superintendanz für den Museumspol Neapel, hat sie zahlreiche Aufgaben erfüllt, u.a. war sie von 1986 bis 2009 Direktorin des Museums Pignatelli sowie der Abteilung für zeitgenössische Kunst am Museum von Capodimonte im Jahr 1996. 2010 war sie Kuratorin von Sant’Elmo für das Museum del Novecento in Neapel. Sie veröffentlicht Artikel in Katalogen, Zeitschriften und Büchern, insbesondere über die zeitgenössische Kunst und die des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie nahm an der Organisation und der wissenschaftlichen Forschung zahlreicher Ausstellungen teil und ist seit 1983 bis heute Korrespondentin der Zeitschrift Il Giornale dell’Arte von Neapel.

MARINA
PUGLIESE

Direktorin des Museo del Novecento in Mailand und Kunsthistorikerin, interessiert sie sich für alle materischen, technischen und konservativen Aspekte der zeitgenössischen Kunst, sowie für die Beziehungen dem Kunstwerk und der Umgebung, in der es ausgestellt ist. Sie promovierte und spezialisierte sich an der Universität von Genua, bekam Studienbörsen von der Accademia dei Lincei und der Universität von Pavia für ihre Spezialisierung an der Universität Paris I und machte ihren Doktor an der Universität von Udine. Sie ist Gründungsmitglied von Incca Italia (International Network for the Conservation of Contemporary Art) und hat die Einrichtung bis Juni 2011 selbst geleitet. Ihre neueren Werke sind: Tecnica Mista; Materiali e procedimenti dell’arte contemporanea (Bruno Mondadori, 2006); L’Arte pubblica nello Spazio Urbano; Committenti Artisti e Fruitori (mit Carlo Birrozzi) (Bruno Mondadori, 2007); Monumenti effimeri; Storia e conservazione delle installazioni, (mit Barbara Ferriani)(Mondadori Electa Milano 2009).

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